27-07-2022

Marcelo Sánchez bricht 4 Rekorde in zwei Tagen mit seinem Peak 5

Marcelo Sánchez brach mit seinem Flug über 356 km den spanischen Rekord für die weiteste freie Strecke in einer geraden Linie mit seinem Peak 5. Außerdem erreichte er gemeinsam mit dem befreundeten Pilot David Polo mit einem Flug über 371 km den nationalen Rekord für die weiteste Strecke über drei Turnpoints und gemeinsam mit Paco Navarro brachen die beiden noch den nationalen flight-to-goal-Rekord indem sie ihr gesetztes Ziel nach 330 geflogen Kilometern erreichten. All das geschah innerhalb weniger Tage, die mit ihren starken Windvorhersagen ein perfektes Wetterfenster öffneten, in dem es möglich war, diese Meisterleistungen zu erbringen.

„Diese Flüge waren das Ergebnis von zahlreichen Stunden des Trainings - sowohl Fitness als auch Fliegen. Am meisten zeichnet sich die physische Vorbereitung in den letzten Stunden eines solch langen und komplizierten Fluges aus, in denen man bereits sehr müde ist  und Kraft und Konzentration schwinden. Das viele Training gab mir zusätzliche Ausdauer, wenn es darum ging, Entscheidungen zu treffen,“ erklärt Marcelo.

„Neben der umfangreichen Vorbereitung ist auch die Auswahl des Schirms äußerst wichtig. Er sollte das Maximum an Performance bieten, das wichtigste ist jedoch, dass man sich darunter wohl fühlt und sich zu ihm verbunden fühlt. So kann man sich auf die wichtigen Sachen konzentrieren und ist nicht ständig nur damit beschäftigt, den Schirm zu kontrollieren. Ein komfortabler Schirm bedeutet geringere mentale Ermüdung, deshalb war der Peak 5 der perfekte Begleiter für solch eine Unternehmung, da er all diese Kriterien erfüllt,“ fügt er hinzu.

Am ersten Rekordtag startete er in Arroyomolinos de León (Huelva) und landete 8 Stunden, 16 Minuten und 334,59km später in Villahermosa (Ciudad Real). In diesem Flug setzte er mit 315km den neuen spanischen Rekord für flight-to-goal. Marcelo gab sich damit jedoch noch nicht zufrieden und startete  erneut, nur zwei Tage später, am 25. Juli, um drei weitere Rekorde zu brechen. „Wir brachen den flight-to-goal-Rekord mit dem 330 km Flug nach Bonete (Albacete) erneut. Außerdem stellten wir auch den neuen Rekord für die weiteste Strecke in einer geraden Linie mit 356 km und den Rekord für die weiteste Strecke über drei Turnpoints mit 371 km auf,“ berichtet Marcelo. Dieses Mal starteten sie in Zarza-Capilla (Badajoz) und landeten 7 Stunden und 48 Minuten später in Casas de Madrona (Valencia).

„Die Pläne für den Flug begannen erst am Tag zuvor Form anzunehmen. Viele andere Piloten dachten, der Tag würde aufgrund von zu viel Wind eher schlechter werden, denn es waren um die 40 km/h Wind prognostiziert. Wir wussten, dass es schwer wird, aber es war genau das, was wir brauchten, um die Rekorde zu brechen, die wir uns in den Kopf gesetzt hatten,“ erzählt Marcelo. „Zu Beginn war es sehr schwierig. Es waren keine Wolken am Himmel und der Wind war stark, aber als wir diese Phase überstanden hatten wurde es immer besser. Ich beharrte darauf, von Anfang an einen schnellen Pace zu halten, denn der Schlüssel zu diesem Flug war die Komvergenz, die sich 180 km spöter bilden sollte. Es stellte sich heraus, dass das deutlich weiter weg war, als wir dachten, da sie vom starken Nordwestwind immer weiter von uns weggeschoben wurde.“

„Als wir die Konvergenz in Reichweite hatten sind wir noch schneller geflogen um so früh wie möglich in ihren Einfluss zu kommen. Als wir sie erreicht hatten und in ihr flogen bekam ich langsam Hoffnung. Ich hatte stetiges Steigen von 1 bis 2 m/s ohne einen einzigen Kreis zu machen und bin so 200 m über meine Mitflieger gekommen. Ich hatte mir die Wetterprognose genauestens eingeprägt und wusste somit genau wo ich zu welcher Zeit sein musste. Alles lief nach Plan. Wir erreichten eine maximale Höhe von 4700 m AMSL und blieben für zwei Stunden stetig in einer Höhe zwischen 3,500 m und 4,700 m. Damit einher ging auch der Aspekt, der mir in diesem Flug am meisten zu schaffen gemacht hat: die höllische Kälte, die ich an diesem Tag ertragen musste. Sie zwang mich, immer höher und höher aufzudrehen, denn ich wusste, dass dort die Bärte standen, die ich brauche.“

„Zu diesem Zeitpunkt wussten Paco, David und ich, dass wir den flight-to-goal-Rekord bereits geschafft hatten. Nun war es an der Zeit für die anderen beiden, also versuchten wir die Kälte und die Müdigkeit so gut es geht weiter zu ertragen. In Wahrheit kümmert man sich in so einem Moment um nichts mehr, es gibt nur dich und das Ziel. Im Endeffekt verlief alles wunderbar - das erste mal in der spanischen Geschichte, dass jemand alle drei Rekorde in einem einzigen Flug gebrochen hat. Außerdem waren es zusammen mit dem Rekord, den wir am 23. gebrochen haben insgesamt vier Rekorde in drei Tagen. Wir haben immer noch einige Flugtage in dieser Region übrig, also mal sehen was uns die nächsten Tage noch bringen. Ich werde bis zum Ende alles geben,“ meint Marcelo, der immer nach mehr strebt, abschließend.

Details zum Flug vom 23.07.2022 können hier eingesehen werden.

Details zum Flug vom 25.07.2022 können hier eingesehen werden.

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